Seit der außerordentlichen StuPa-Sitzung am 20.10.2011 ist der Rücktritt der ASta-Vorsitzenden Elena Ségalen offiziell. In einem öffentlich verlesenen Schreiben nannte sie persönliche Gründe für das Ausscheiden aus ihrem Amt. Anders das Göttinger Tageblatt in seiner Onlineausgabe vom 19.10.2011. Danach belegen interne Papiere des ASta, dass die Arbeit im Asta nicht funktioniert. Mitglieder erscheinen nicht zu den Treffen, es fehlt an elementaren Umgangsformen und insbesondere fehlt es „an Verständnis für den Einhalt allgemeiner und auch gesetzlicher Regelungen.“
Die nachdrückliche Anfrage der Opposition im Studentenparlament, ob die im Göttinger Tageblatt zitierten Papiere der Wahrheit entsprächen, traf nur auf Schweigen. Vielsagender war es jedoch, dass außer unsachlichen Zwischenrufen kein offizielles Dementi erfolgte.
Damit zieht Elena Ségalen endlich die einzig richtige Konsequenz nach über einem halben Jahr als ASta-Vorsitzende. In dieser kurzen Zeit hat der ASta fast nur Sonderinteressen bedient, es wurden ergebnisoffene Gespräche mit der Politik verweigert, es wurde versäumt rechtzeitig mit Bahnstreckenanbietern zu verhandeln, sodass das Semesterticket für jeden Studenten teurer wurde, es wurden Verbindungsstudenten pauschal diskriminiert und es wurden Mittel, die allen Studenten zugutekommen sollten, für die eigene Ideologie missbraucht.
Immerhin: Die einzige hochschulpolitische Aktion, die jedem Studenten nützen dürfte, war eine Evaluation bezüglich eines Bussemestertickets – im Übrigen eine Forderung, die allein vom RCDS im letzten Wahlkampf vorgetragen wurde.
Dennoch muss derart verfahrene und unwirksame Politik geahndet werden! Gegen diese Missstände steht der RCDS mit seinen freiheitlich-demokratischen Überzeugungen und realitätsnahen Zielen für eine wirkungsvolle und gegenüber dem einzelnen Studenten verantwortungsbewusste Hochschulpolitik.


