Pressemitteilung zur Erhöhung der Zinsen von Studienkrediten
RCDS Göttingen: Studenten müssen für die Fehler der KfW Bank bezahlen
Mit scharfer Kritik reagiert der RCDS Göttingen auf die Erhöhung des Zinssatzes für Studienkredite durch die KfW Förderbank. „Es kann nicht sein, dass die Bank die durch ihre eigenen Fehler entstandenen Verluste auf die Studenten abwälzt“, so die RCDS Vorsitzende Franziska Beese (20).
„Jeder Student oder Studienanfänger wird sich aufgrund der steigenden Zinsen und der Unkalkulierbarkeit der Rückzahlung dreimal überlegen müssen, ob er einen solchen Kredit aufnimmt und im schlimmsten Fall auf sein Studium verzichtet.Da es sich bei der KfW Förderbank um eine staatliche Institution handelt, ist die Politik gefordert, hier einzuschreiten. Es ist uns unverständlich, dass bei den Studienkrediten nicht schon im Vorfeld ein niedriger Festzins, sondern lediglich ein Zinshöchstsatz festgelegt wurde. Die Aussage des Bundesministeriums für Forschung und Bildung, dass der Studienkredit zu einem niedrigen Zinssatz in Zeiten von Studiengebühren mehr Studenten ermöglichen soll, ein Studium aufzunehmen, wird durch das Verhalten der KfW Bank ad absurdum geführt“, so die Vorsitzende.
Studienkredite werden seit ca. zwei Jahren unter anderem von der KfW Bank angeboten, bisher aber nur mäßig von den Studenten nachgefragt. Ein Grund dafür ist die Nichtkalkulierbarkeit der späteren Rückzahlung aufgrund eines variablen Zinssatzes. Während der gesamten Laufzeit kann die Bank die Kreditzinsen an die Entwicklung der Kapitalmarktzinsen anpassen.
„Man sollte denken, dass die KfW aus den Negativschlagzeilen der letzten Zeit gelernt hat und jetzt nicht noch versucht die selbstverschuldeten Verluste denjenigen aufzubürden, die sich am wenigsten dagegen wehren können“, so die Vorsitzende Franziska Beese abschließend.



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